Blick in die Ausstellung "Der Wunschlose - Prinz Max von Baden und seine Welt" in Schloss Salem ©Schlossverwaltung Salem

„Der Wunschlose – Prinz Max von Baden und seine Welt“

Unter diesem Titel steht eine Ausstellung, die noch bis 3. Oktober im Schloss Salem zu sehen ist.

Im Mittelpunkt der kulturhistorischen Ausstellung steht Maximilian von Baden (1867 - 1929), der bekannt wurde als letzter Kanzler des deutschen Kaiserreiches. Nur einen Monat - von Oktober bis November 1918 - übte er dieses Amt aus, bevor er am 9. November 1918 die Abdankung Kaiser Wilhelms II. bekannt gab und sein Amt als Reichskanzler dann an Friedrich Ebert, den Führer der Sozialdemokraten übergab.

 

Warum "der Wunschlose"? "Der Wunschlose" war ein Deckname des Prinzen, bevor er zum Reichskanzler ernannt wurde. Seit Sommer 1917 beriet er sich mit Freunden über die Möglichkeit einer Kanzlerschaft. Wegen der Zensur wurden alle Namen in den fiktiven Kabinettslisten chiffriert, auch die Namen dritter Personen wie etwa des Kaisers ("Der Verwandte") oder Erich Ludendorffs ("Der Onkel").

 

Nach dem Ende der Monarchie zog sich Prinz Max ganz ins Privatleben zurück. In Salem, Sitz der Familie von Baden, gründete er mit den beiden Reformpädagogen Karl Reinhardt und Kurt Hahn die Schule Schloss Salem, die den Namen des ehemaligen Klosters bis heute weltweit bekannt machte.

 

Die Ausstellung des Generallandesarchivs Karlsruhe vermittelt anhand zahlreicher, bisher kaum gezeigter Exponate ein facettenreiches Bild des letzten Thronfolgers des Großherzogtums Baden an der Wende von der Monarchie zur Demokratie. Der Einbezug seiner Umgebung lässt ahnen, in welchem Makrokosmos politischer Hoffnungen und kultureller Denkräume sich der Prinz bewegte.

Die Quellen dazu stammen aus Museen, von privaten Leihgebern und vor allem aus dem Fundus des Hauses Baden, insbesondere aus dem umfangreichen Nachlass des Prinzen Max von Baden.

 

Öffnungszeiten:

Montag bis Samstag 10 - 18 Uhr

Sonn- und Feiertage 10:30 - 18 Uhr

Führungen nach Vereinbarung